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1. Auf der Spur der mittelalterlichen Baumeister und Goldgrubenarbeiter
Das heutige Stadtbild prägen die Gebäuden der Baumeister aus dem Mittelalter – das Rathaus, die Mariä-Himmelfart-Kirche, die Saint-Nicolaus-Kirche und die Schutzmauern. Sie waren Werke der Maurer- und Steinmetzegruppen, die Schlesien durchstreiften. Eine europaweit bekannte technische Lösung, die zu dieser Zeit errichtet wurde, ist das Bunzlauer Aquädukt, das die Stadt mit Wasser versorgte und die Abwasser in den Fluss Bober abführte. Das Aquädukt wurde vom Queckbrunnen versorgt, dessen Wasser, wie man sagt, zauberhafte Eigenschaften besaß.
Mit den Stadtanfängen wird die Tätigkeit der Goldgrubenarbeiter verbunden. Der Goldbergbau sollte finanziell so attraktiv sein, dass der Herzog Boles³aw Wysoki im Jahr 1190 eine Siedlung Boleslavia gründen ließ. Die Siedlung, die zu Ansätzen der Stadt wurde, sollte sich an der Stelle entwickelt haben, wo sich früher Drei Wirthäuser befunden hatten, die den Reisenden eine Übernachtung anboten, die den Fluss Bober überquerten.
2. Auf der Spur der Renaissance-Dichter
 In der zweiten Hälfte des 16. Jhs. und in der ersten Hälfte des 17. Jhs. hatte die Gruppe der hervorragenden Bunzlauer eine intellektuelle Elite gebildet, die zu den Errungenschaften europäischer Kultur beigetragen hatte. Den ersten Unterricht erhielten in Bunzlauer Schule einige berühmte Schriftsteller, die eine so genannte erste schlesische Dichterschule bildeten – Martin Opitz, Andreas Tscherning, Christoph Colerus, Andreas Scultetus, Kaspar Kirchner sowie bekannter Breslauer Bischof Martin Gerstmann, Astrophysiker Christoph Neubarth und Kaspar Knoll, europaweit bekannter Grafiker David Tscherning und schließlich auch Ephraim Ignaz Naso von Löwenfels. Das ungewöhnliche Phänomen des neuzeitlichen Bunzlaus verursachte, dass die Stadt den Namen „Wiege und Paradiesgarten der schlesischer neuzeitlicher Dichtung“, sowie der Wissenschaft und Kunst erhalten hatte.
3. Auf der napoleonischen Spur
Die napoleonische Zeit prägte sehr stark die Geschichte Bunzlaus. Der Keiser der Franzosen Napoleon verweilte fünf Mal in der Stadt. Es haben hier auch wichtigste Personen, die den Einfluss auf den Kriegsverlauf hatten, aufgehalten: der Oberbefehlshaber der russischen Armee Feldmarschall Kutusow, der Befehlshaber der preußischen Schlesienaree General Blücher, der russische Zar Alexander I., der preußische König Fridrich Wilhelm III. Hier spielte sich die berühmte Geschichte mit Rosalie von Bonin ab, die einen französischen General gefangen nahm. Die Stadt war Teilnehmer der geführten Kriegsaktivitäten, die ihre spätere Gestalt beträchtlich prägten.
4. Auf der Spur der Architekten und Mezäne
Das 19. und der Anfang des 20. Jh. prägten die Sadtgeschichte mit zahlreichen interessanten Architekturlösungen. Die damals entstandenen Gebäuden sind ein Beispiel für die Zusammenarbeit der Stadtämter mit den Einwohnern, die häufig die Rolle der Mezäne spielten.
Unter vielen in der Stadt tätigen Architekten zeichneten sich zwei individuelle Persönlichkeiten aus: E. Gansel – der Schöpfer der Überführung und des Turmes der Marienkirche und Friedrich Schiller – der Autor des Komplexes der Nerven- und Geisteskrankenklinik. Eins der schönsten Beispiele für die nach dem englichen Muster geschaffenen Architektur ist die Bebauung in der Willowa-Strasse und in ihrer Umgebung, die unter dem Einfluss der größten architektonischen Authorität dieser Zeit – des Hermann Muthesius entstand.
5. Auf der Spur der Naturkenner und Gartenarchitekten
Das 19. Jh. zeichnete sich in der Naturwissenschaft – in Buznlau wurde K.F. Appun geboren – und in der Gartenanlegekunst aus – bis heute existieren in der Stadt drei Parkanlagen der berühmten Landschaftplaners E. Petzold.
6. Auf der Spur der Keramiker und Bildhauer
Die jahrhunderterlange Keramiktradition ist in den Sammlungen des Keramikmuseums und auf dem Weg der berühmten Töpfer und Keramiker - J. G. Joppe, W. Pukall und A. Hennig. Die Stadt verfügt eine hervorragende Skulpturen von berühmten Künstlern – J. L. Weber, K. F. Schinkel, P. Breuer und von einer berühmten Bunzlauerin J. Bary-Doussin.
7. Auf der Spur der Mönche und Chronisten
Im 13. Jh. wurden die Orden der Dominikaner und Kreuritter Roten Sterns nach Bunzlau herbeigeführt. Die beiden Konventen beeinflußten stark das Leben in der Stadt - die Auswirkung ihrer Tätigkeit war die Gründung des Krankenhauses und der Bibliothek mit der reichen Buchsammlung. Die bis heute existierenden Kloster der Ordensgemeinschaften der Heiligen Elisabeth und der Verehrerinnen der Blutes Christi spielen im Leben der Bunzlauer auch eine beträchtliche Rolle. Die ersten Chronisten, die Stadtgeschichte beschrieben, waren auch Gestliche. Eine meist wertvolle Informationsquelle ist für die Historiker die älteste Chronik Bunzlaus vom Pastor F. Holstein, die in der Abteilung der Stadtgeschichte des Keramik-Museums aufbewahrt wird.
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