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INFORMACJE O STRONIE

Die jahrhunderterlange Keramiktradition ist in den Sammlungen des Keramikmuseums und auf dem Weg der berühmten Töpfer und Keramiker - J. G. Joppe, W. Pukall und A. Hennig. Die Stadt verfügt eine hervorragende Skulpturen von berühmten Künstlern – J. L. Weber, K. F. Schinkel, P. Breuer und von einer berühmten Bunzlauerin J. Bary-Doussin.

Johann Gottlieb Joppe /1723 – 1788/

Der brühmte Töpfer wurde in einer protestantischer Familie in einem bekannten sächsischen Keramikzentrum Muskau geboren. 1751 kam er nach Bunzlau, belegte die Meisterprüfungen und erhielt die Bürgerrechte. Zwei Jahre nach seiner Ansiedlung in der Stadt stellte der 30-jährige Joppe in seiner Töpferei in der Zgorzelecka-Straße die große Metze her.

Die große Metze – der Marktplatz (34)

Die gegenwärtige Große Metze vom W. Garnik und A. Trzaski nimmt Bezug auf das berühmte Werk von Joppe aus dem Jahr 1753. Die originale große Metze besaß folgende Dimensionen: Höhe – 2,15 m Umfang Mitte – 4 Meter Volumenn – 1970 Liter Gewicht – 600 Kg Man weiß nicht, wie lange die Herstellung des Tonriesen dauerte. Die Metze wurde auf das Töpferrad hingestellt und wegen ihrer Größe nicht gebrannt, sonder unterlag dem langasem Austrocknungsprozeß. Die Realisierung mußte etappenweise erfolgen - Joppe drehte die einzelnen Ringe separat und dann verband er meisterhaft die Elemente zusammen. Die Arbeit bewies die guten Kenntnisse und die echte Töpferkunst. Die große Metze wurde 1893 in das Pavillion in der Kubik-Staße und 1911 ins Museum versetzt. Sie wurde während des 2. Weltkrieges zerstört.

Das Keramikmuseum in der Mickiewicz-Straße 13 (35)

Das Stadtmuseum in Bunzlau wurde am 09.11.1908 gegründet. Die Stadtverwaltung räumte für dieses Vorhaben 25000 Mark ein, und mit dem Umbauprojekt wurde E. Balzer beauftragt. Im Museum sammelte man die archeologischen, ethnografischen und kunstgewerblichen Objekte wie eine große Geschirrsammlung aus Bunzlau und der Gegend. Das jetzige Museum ist seit 1953 tätig, und seit 1967 sammelt es das Bunzlauer Steinzeug und die europäische Keramik. Im Rahmen der festen Ausstellung sind die ältesten Rippenkruge mit brauner Erdglasur, die Glattkuppenkruge mit weißen Laschen, die Gefäße mit antiken Motiven von J.G. Altmann, die ersten Stempelgefäße, die Erzeugnisse der Bunzlauer Keramikschule und die der hiesigen Betrieben zu sehen: Julius Paul / 1893 gegründet/, Hugo Reinhold / 1897 gegründet/, Robert Burdack /1881 gegeründet/ und Carl Werner /von ihm seit 1919 geleitet/. Erstaunlich ist das dekorative und formale Reichturm der Bunzlauer Keramik: neben den Stempelmotiven, verwendete man auch die Topfsteinglasur, die Kristallglasur, sowie die aufgespritzte Dekoration, die Eckchenmalerei, die Intarsionstechnik. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Keramiktradition weiter fortgesetzt. Tadeusz Szafran, Professor der Krakauer Dekorationskunstschule nahm die Produktion wieder auf. „Die Kunstkeramik” nahm vom Anfang an die Zusammenarbeit mit Breslauer Kunsthochschule auf. Die ersten Projekte für die Betriebe wurden unter Leitung der Professoren Rudolf Krzywiec und Julia Kotarbiñska durch die Studenten der Keramikschule entwickelt. Ins Museum wurden auch die Werke von Izabela Zdrza³ka, Alicja Szurmiñska-Krêpowa, Amanda Ró¿añska, Bronis³aw Wolanin, Wanda Matus, Janina Bany-Koz³owska aufgenommen. Auf der Ausstellung kann man auch ein weiß-blaues Service, von dem der Papst Jan Pawel II. am 10. Juni 1997 am Bord des Flugzeuges die Malzeit aß, und das in der Genossenschaft „Ceramika Artystyczna” produziert wurde.

Wilhelm Pukall /1860-1936/

1897 beschloss die Stadtverwaltung über die Entstehung einer Kreramik-Berufsschule. Die Schule wurde von Wilhelm Pukall geleitet. Pukall stützte die Bildung vor allem auf der technischen Grundlage, die Schönheit der entwickelten Produkte war für ihn aber genauso wichtig. Die durch den Direktor aufgenommene Zusammenarbeit zeischen der Schule und den Keramikbetrieben ließ viele Änderungen einführen. Das bisher angewandte Töpferrad wurde durch die Gußmethode ersetzt. Es wurden neue Verzierungsarten entwickelt – die Fleck- und Kristalglasur. Neben der Stempelmotive traten die Aufspritzbeschmückung, Eckchenmalerei, Intarsionstechnik auf. Besonders aktiv arbeiteten mit der Schule die Betriebe von Paul, Reinhold, Burdack und C.Werner zusammen.

Das Haus in der Kaszubska-Straße Nr. 4 (36)

Das Haus, das der erste Direktor der Keramikschule Prof. Wilhelm Pukall bewohnte. Das Wohnhaus entstand gegen 1904 und gehörte zum spätem Historismus, der durch die reichen modernisierten Formen der Neugotik und Neurenaissance geprägt war.

Artur Hennig /1880-1958/

Ein bekannten Maler, Lithograph, Zeichner und Keramiker des Modernismus. Seit 1925 unterrichtete er in der Bunzlauer Keramikschule, indem er einfache, funktionelle Gefäße entwickelte. Hennig brach den Stereotyp der Nachahmung der historischen Muster und entwickelte die modernen, einfache und schöne Formen. Die sparsame Verzierung sollte die Gefäßform betonen und das Streben nach einer rein funktionellen Form naht der Esthetik des Bauhaus.

Die Königliche Keramik-Berufsschule, jetzt die Elektrotechnische Oberschule – Tyrankiewiczów-Straße (37)

Es war eine von drei derartigen deutschen Schulen, die auf österreichische Lösungen basierte. Von ihrer Entstehung an bis zum Ende des 1. Weltkrieges trug sie den Namen Königliche Keramik-Berufsschule, seit 1922 Staatliche Keramik-Berufsschule. Das 1897 errichtete Gebäude erhielt die Fassaden aus rohen Ziegeln, die für die Architektur der Berliner Schule charakteristisch ist. Die Baugestaltung wurde unsymetrisch mit einem seitlich angebrachten Hauptaeingang und Treppenhaus ausgeplant. Das Gebäude bietet einen für das Ende des 19. Jhs. charakteristische Gebrauchs- und Technikstandard – u.a. große, geräumige und helle Arbeitsräume für Zeichnung- und Modellunterricht und die Lage der Schule direkt an einer großen Grünanlage /damaliger Schützenpark, gegenwärtiger Stadtpark/. 1930 entstand die auf der südlichen Seite hinzugebaute Glasfachschule. Das Projekt wurde von Artur Hennig entwickelt. Der Nauanbau ist ein Beispiel für die moderne Architktur, der mit dem Altbau ausgezeichnet harmoniert.

Jerzy Leonard Weber - /ca.1670-75 ? - nach 1732 ?/

Einer der bekanntesten schlesischen Bildhauer des Barock, ein Vertreter der böhmischen Strömung in der Kunst der ersten Hälfte des 18 Jh. Sohn von Jan Baltasar Weber, des Hofbildhauers des Heruogs von Schwartzenburg in Frankenland. Er ließ sich in Schweidnitz nieder, wo er 1699 die Stadtbürgerschaft erhielt. Er arbeitete mit der Werkstatt eines Jesuitenbildhauers Jan Riedl zusammen. Im Rahmne der Zusammenarbeit entstand 1704-08 die Figurverzierung des Orgelprospektes der Schweidnitzer Pfarre. Auch später führte er in Schweidnitz zahlreiche Arbeiten durch, u.a. die Figuren der Heiligen in der Pfarre, den Atlas- und Atlantenbrunnen, die Arbeiten fürs Rathaus und den Palast der Krzeszower Klostervorsteher. Er schuf auch Skulpturen für Cieplice /im Auftrage von Schaffgotsch/, Duszniki, Namys³ow und Breslau. In dieser Stadt vollbrachte er sein hervorragendstes Werk – die Skulpturverzierung in der Kapelle des Gesegneten Czes³aw im Kloster der Dominikaner. In Bunzlau führte er neben seinen frühen Arbeiten aus dem Jahr 1701 eine Gruppe aus sechs Verzierungsfiguren für die Stadttore aus /1723/, die später auf den Kirchenplatz versetzt wurden sowie den Hauptaltar in der Mariä-Himmelfahrt-Kirche /1723-25 r./.

Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche und St.-Nicolaus-Kirche – die Skulpturen im Süd- und Westportal (2)

Die Skulpturen im Südportal, die den Heiligen Rochus und den Heiligen Sebastian Weber dastellen, wurden im Auftrage des Bürgermeisters S. J. Wolfgeil ausgeführt. Die Skulpturen verzierten ursprünglich das Obere Tor, im 19. Jh. wurden sie auf die jetzige Stelle versetzt. An den Sockeln die Chronograme: „sanCtVs RoChVs seMper fVIt et aDerIt. In peste patronVs./ sanCtVs sebastIanVs MeDICVs et In peste patronVs”, die das Datum der Entstehung der Figuren – das Jahr 1723 darstellen. Die Statuen im Wetsportal: der Muttergotes, der Heiligen Hedwig, des Heiligen Josef und des Heiligen Nepomuzen wurden 1723 durch die Familie Wolfgeil gestiften und hatten früher das Untere und das Obere Tor geziert.

Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche und St.-Nicolaus-Kirche – der Hauptalar mit der Darstellung der Mariä-Himmelfahrt (2)

Der Altar wurde 1723-25 im Auftrage des Pfarrers Blutvogel nach dem früher vorbereiteten Projekt ausgeführt. In der Mitte der zweistöckigen Architekturumgebung wurde die Szene der Mariä-Himmelfahrt und darüber die Heilige Dreieinigkeit. Auf beiden Seiten des Zentralbildes wurden 8 Statuen angebracht: der Heiligen Augustin, Nicolaus, Szczepan, Laurentius, Wenzel, Leopold, Petrus und Paulus, in der oberen Etage 5 weitere kleinere Statuen: der Heiligen Hedwig, Ludmila und die Allegorien des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Der monumentale Alter füllt das Presbyterium, und seine Verzierung wird durch die farbige Polichromie und reiche Vergoldung geprägt.

Das Keramik-Museum, die Abteilung der Stadtgeschichte, Kutusow-Straße 14 – die Skulptur des Jupiter (14)

Die 1701 entstandene Statue wird neben der verloren gegenagenen Figur des Herakles für eine frühe Ausführung des Weber. Beide Gartenfiguren wurden in der 2. Hälfte des 19. Jhs. oder am Anfang des 20. Jhs. auf der Tarasse des Hauses des Architekten Gansel in der Zgorzelecka-Straße sekundär aufgestellt.

Karl Friedrich Schinkel /1781-1841/

Ein Architekt, Bühnenbildner und Maler. Er bildete sich und war tätig in Berlin. Er vertrat die romantische Strömung in ihrer klassizierenden und neugotischen Form. Die ersten Arbeiten verwirklichte er im altgriechischem Stil, dann knüpfte er an die italienische Architektur an. Er entwarf auch die Industriebauten. Zu seinen wichtigsten Architekturarbeiten der Berliner Zeit gehören: die Neue Hauptwache, der Dom, das Theater und Altes Museum. Darüber hinaus baute er die Plaäste in Charlottenburg, den Charlottenhof, die Kirche in Krzeszowice und das Schloß in Kamieniec Z¹bkowicki. Als Maler bevorzugte Schinkel romantische Landschaften und Darstellungen gotischer Dome. Er war Autor von 42 dekorativen Theaterprojekten.

Peter Breuer /1856 - 1930/

Ein anerkannter deutscher Bildhauer, Professor und Senatmitglied der Kunstakademie in Berlin. Von vielen Arbeiten und Projekten erfreuten sich seine großen imposanten Werke eines Ruhms. Peter Breuer nahm an vielen Wettbewerben für die Denkmalprojekte teil – u.a. das Bismarck-Denkmal und das K.-G.-Suarez-Denkmal in Breslau (1899, 1892), die Keiserdenkmäler in Köln und Halle. Peter Breuer vertrat die „naturistische barocke Strömung”, das hervorragnede Naturstudium verband er geschickt mit einer gewissen Dekoration. Frei und leicht ging er mit der Form um, und seine nicht künstlichen Arbeiten prägt die Anmut und die Einfachheit.

Die Skulpturgruppe „Jesus, der Freund der Kinder” – Zamkowy-Platz (38)

Das Denkmal wurde durch den Kaiser und das preußische Kulturministerium zum 150. Jubiläum des Königlichen Waisenhauses (heute der Gebäudenkomplex in der Bankowa-Straße). Das Denkmal in der übernatürlichen Größe wurde aus einem Block schneeweißen Feinkornmarmor ausgeführt. Der Steinblock wurde durch den Künstler selbst in der italienischen Ortschaft Carrara ausgewählt. Der Bildhauer wählte auch die Stelle für das Denkmal – es wurde auf dem Hof des so genannten „Althauses” aufgestellt, das 1755 – 64 durch den Gründer des Könniglichen Waisenhauses Gottfried Zahn aufgebaut wurde. Nach dem 2. Weltkrieg, in den 60er Jahren des 20. Jhs. Urde das Denkmal in den Komunalfriedhof in der Œluzowa-Straße und im März 1998 auf den Zamkowy-Platz versetzt.

Jenny Von Bary-Doussin /1874 – 1922/

Eine begabte Bildhauerin, Tochter eines Landbesitzers Etienne’a Doussin und Jenny Latermann. Nach Abschluß des Kunststudiums in Dresden führte sie eine eigene Werkstatt. Dann zog sie nach Berlin und anschließend nach München um. Berühmt wurde sie nach Ausführung der Brustbilder von bekannten Opersängern und Komponisten, u.a. von Richard Wagner, die in den Opernhäusern in Hamburg, Braunschweig, Magdeburg bewundert waren. Die Kritiker entzückten sich über die Vielfaltigkeit ihrer Begabung. In ihrem künstlerischen Werk befinden sich Bronzeabgüsse – die mit ihrer leichten Form bezaubernde Jungfraugestalten und realistische Tierdarstellungen, sowie Steinbrustbilder und Grabdenkmäler nach antischen Mustern und große monumentale Flachreliefe mit rohen vereinfachten Formen – zu den letzteren gehören die Bunzlauer Werke der Künstlerin: das Flachrelief an der Rathausfassade und zwei Reliefe im Innenraum der ehemaligen Stadtbadeanstalt.

Die Stadtbadeanstalt, gegenwärtig das MOSiR-Gebäude in der Zgorzelecka-Straße 52 – Flachreliefe von J. von Bary-Doussin (39) (39)

Die Werke von Jeny von Bary-Doussin wurden an die Westwand der Badehalle angebracht. Zwischen beiden Reliefen befand sich ein Text /heute nicht mehr da/: „Kommt an, eilt zu der Stelle, die euch der Freund vorbereitete, so dass ihr nach der herrlichen Stärkung kraftvoll weiter schreiten könnt.” Das Thema der Flachreliefe sind zwei gegenüber gestellte Szenen: einer Darstellung der ermüdeten uns ausgeschöpften Menschen wurde eine Szene gegenübergestllt, die Freude und Lebenskraft der Menschen darstellt, die für eigene körperliche Entwicklung sorgen. Die Reliefe wurden im 1914-15 aufgebauten Badehallengebäude unterbracht, das aus der Stiftung der Witwe des M. Taemmer finanziert wurde. Beim Entwerfen des Gebäudes berücksichtigte man die Bastei, die einst zum Stadtwehrsystem gehörte. Der Architekt verband den modernen Badekomplex, die mittelalterliche Bastei und das 1895 im nördlichen Renaissance-Still errichtete Gebäude des exklusiven Bades harmonisch zusammen.


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