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INFORMACJE O STRONIE

Im 13. Jh. wurden die Orden der Dominikaner und Kreuritter Roten Sterns nach Bunzlau herbeigeführt. Die beiden Konventen beeinflußten stark das Leben in der Stadt - die Auswirkung ihrer Tätigkeit war die Gründung des Krankenhauses und der Bibliothek mit der reichen Buchsammlung. Die bis heute existierenden Kloster der Ordensgemeinschaften der Heiligen Elisabeth und der Verehrerinnen der Blutes Christi spielen im Leben der Bunzlauer auch eine beträchtliche Rolle. Die ersten Chronisten, die Stadtgeschichte beschrieben, waren auch Gestliche. Eine meist wertvolle Informationsquelle ist für die Historiker die älteste Chronik Bunzlaus vom Pastor F. Holstein, die in der Abteilung der Stadtgeschichte des Keramik-Museums aufbewahrt wird.

Der Orden der Bettler – die Dominikaner Das ehemalige Kloster der Dominikaner, heutiges Landgemeindeamt Bunzlau in der Teatralna-Straße (40)

Nach Angaben der Chronisten wurden die Dominkaner durch den Herzog Henryk Brodaty und seine Gattin Hedwig 1234 nach Bunzlau herbeigeführt. Die Dominikaner erhielten vom Herzog die Mönchenmühle in der nähe des Stadttores, den Wald und das Kalte Vorwerk in den Besitz. Der älteste Quellenbeleg über die Bunzlauer Dominikaner stammt aus dem Jahre 1272. 1298 wurde ihnen das Recht zum Predigen, Beiche Hören und Lesen von Beisetzungsmessen im Bunzlauer Land erteilt. Zum Konvent gehörten meistens 6 Geistliche und 3 Brüder. In der stürmigen Geschichte des Klosters zeichneten sich besonders die Zerstörungen durch Hussiten und die Auflösung des Ordens in der Reformationszeit aus. Die Dominikaner kehrten 1660 in die Stadt zurück, errichteten die barocke Kirche und Klostergebäuden. Der Große Brand im Jahr 1739 vernichtete beinahe das ganze Kloster, das aber bald wieder aufgebaut wurde. Das Ende der Dominikaner Aktivität in Bunzlau erfolgte 1810 mit der Säkularisierung aller sich im preußsischen Staat befindlichen Klöster. Der letzte Bunzlauer Ordensobere war Ambrosius Gottschalk. Alle Klostermobilien wurden versteigert, und die Chroniken sowie das Gemälde „ Sieben Märtyrer” in die Bibliothek nach Breslau übergeben. Der Hauptaltar des Heiligen Kreuzes wurde in das Südschiff der Pfarrkirche versetzt. Der andere Altar und die Statue des des Heiligen Dominicus wurde in der Pfarrkirche in Tillendorf (Boles³awice) unterbracht. Ein Teil der Klostergebäden und die Kirche wurden an die Bedürfnisse der evangelischen Schule angepasst, den Rest rieß man ab. Am 19. April 1813 wurde in der nicht mehr geöffneten Kirche eine orthodoxe Messe mit Anwesenheit des Zaren Alexander I. und des Marschalls M. I. Kutusow gelesen. 1816 wurde die Kirche abgerissen und an derer Stelle eine zwietes Schulgebäude aufgebaut. Von der Mitte des 19. Jhs. an funktionierte hier eine Berufsschule, und dann eine Gemeinbibliothek. Bis heute erhielt sich nur ein einziges Gebäude, in dessen Innenaraum ein Stadtwappen aus dem 18. Jh. zu sehen ist.

Die 1842 durch Klara Wolff gegründete Ordensgemeinschaft der Heiligen Elisabeth hilft den Armen, Kranken und Älteren – das Waisenhaus in der Kubik-Straße (41)

Die Grauen Schwester kamen nach Buzlau am 14.10.1865. Anfangs wohnten siê am Kirchenplatz. Am 13.10.1906 wurde der Grundstein für den Neuen Gemeinschaftssitz in der Kubik-Straße gelegt. 1907 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen. Im neuen Gebäude entstand ein Obdachlosenheim des Heiligen Josef, das durch die Grauen Schwester geführt wurde.

Im westlichen Hausflügel lag die Kapelle. Ein Jahr später (1908) erwarb die Gemeinschaft das Haus Nr. 12 in der Komuny-Paryskiej-Straße, das für die Diakonissen bestimmt wurde. 1961 wurde der Gemeischaft die Pflege und der Schutz des Waisenhauses durch die kommunistische Gewalt entzogen, und 1963 zwangsräumten die Miliz und die ORMO die Nonnen aus dem Haus. Das Gebäude wurde den Schwestern 1991 erneut übergeben.

Friedrich Holstein /1546 – nach 1607/

Der erste Bunzlauer Chronist, dessen Chroniken sich bis heute erhielten. 1585-1600 hatte er die Funktion eines evangelischen Geistlichen in seiner Heimatstadt, dann zog er nach Schweidnitz, woher er nie mehr zurückkehrte. Er war als frommer und gelehrter Mann bekannt. Das Original seiner Chronik erhielt sich nicht, den Text übermittelten die Abschriften, von denen es vor dem Krieg einige gab. Gegenwärtig wird eine der Abschriften im Buzlauer Keramik-Museum aufbewahrt. Es ist eine der ältesten und meist wertvollen Informationsquellen über die Stadt.

Das Haus in der Zacisze-Straße 1 (42)

Das Haus war von den bekannten Stadtchronisten – Friedrich Holstein und Remigius von Heiliger Hyazinthe bewohnt. Das gegewärtige barocke Gebäude stammt aus der Mitte des 18. Jhs. und wurde wahrscheinlich durch die Werkstatt des Gottfried Zahn, des Gründers des Königlichen Waisenhauses errichtet. Damals diente das Haus als Asyl für Kranke und Arme.

Der Ritterorden: Kreuzritter Roten Sterns

Das Kloster und das Krankenhaus des Heiligen Geistes – das heutige Kloster in der Zgorzelecka-Straße im Besitz der Ordensgemeinschaft der Verehrerinnen der Blutes Christi, gegründet 1834 durch Gesegnete Maria de Mattias, die Hilfestellung im Aposteldienste (43) In der ersten Hälfte des 13. Jhs. Errichteten die Spittelbrüder des Ordens des Heiligen Geistes ein Kloster und ein Krankenhaus. Die Aufgabe des Ordens war die Pflege der Reisenden, Kranken und Armen. Gegen 1260 wurda das Kloster durch die Kreuritter Roten Sterns übernommen, die in ersten Hälfte des 13. Jhs. aus Böhmen nach Schlesien herbeigeführt wurden. Die Krankenpflege war auch ihre Aufgabe. Die Funktion des Krankenhauses ermöglichten zahlreiche Verleihungen durch die Herzöge und Bischöfe: der Herzog stellte das Besitztum des Krankenhauses von den Belastungen frei, verlieh die Hufen in Rotlach (Bo¿ejowice) und eine Kapelle in Tillendorf (Boles³awice). Der Bischof übergab den Klosterzehnt von beiden genannten Dörfern. Selbst die Brüder erwarben noch eine Mühle bei Buznlau und Hufen in Tillendorf (Boles³awice). Nach dem Tod des Herzogs Konrad I verwanden fast alle die Verleihungen, und die Brüder verdienten ihren Unterhalt als Priester in nah liegenden Dörfern. In der Reformationszeit wurde das menschenleere Kloster 1569 durch die Stadt aufgekauft. Nach der Säkularisierung des Ordens wurde die Kirche des Heiligen Geistes 1827 abgerissen, und an dessen Stelle wurde das Stadtkrankenhaus errichtet. Seit 1924 existierte dort ein Altersheim. 1945 wurde hier für die kurze Zeit eine sovietische Militärklinik eingerichtet. Im Frühling 1947 wurden gie Gebäuden durch die Schwester der Ordensgemeinschaft der Verehrerinnen der Blutes Christi besetzt, die hierher aus Jugoslawien gekommen waren.

Die kirche der Muttergottes mit Rosenkranz (44)

Die Kirche wurde zum ersten Mal 1270 bei der Übergabe der damaligen Kapelle an das Krankenhaus des Heiligen Geistes durch den Herzog Konrad I erwähnt. Das Presbyterium des gegewärtigen Gebäudes stammt aus dem 13. Jh., es ist also das älteste erhaltene Bauobjekt in Buznlau. Das Haupschif und der Turm stammen aus dem Ende des 14. Jhs., siê wurden aber mehrmals im 15. und am Anfang des 16. Jh. umgebaut. Der Hauptaltar mit Darstellung der Muttergottes mit Rosenkranz und des Heiligen Dominicus wurde 1810 aus der Klosterkirche der Bunzlauer Dominikaner herbeigeführt. An den Kirchenwänden erhielten sich auch interessante Tafelnepitaphien der Familie Raussendorf.


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